Projekt
Visualisieren (Schaubilder/Wissenskommunikation)
Problem/Frage Wie können Prozesse, Zusammenhänge, Definitionen wirksam visualisert werden? Wie lassen sich Schaubilder so aufbereiten, dass sie vom Lerner gut erfasst und memoriert werden können? Was ist ein gutes Schaubild, wie gestaltet man gute Schaubilder?
Ziele
(Schwierigkeitsstufen)
Visualisierung von Prozessen oder Zusammenhängen durch eine Graphik,
die Schwierigkeit ergibt sich in einem einzelnen Schaubild komplexe Prozesse oder Zusammenhänge allein mittels graphischer Gestaltungsmittel leicht verständlich und einprägsam darzustellen.
Komplexität muss hierbei zwingend reduziert werden.
Einschätzung und Beurteilung von Graphiken und Schaubildern auf ihre Zielfunktionalität hin.
Durchführung
(einschließlich verwendeter Materialien / Software / Hardware)
OpenOffice.org Draw (*.odg) oder Inkscape (*.svg) sind die Software-Lösungen der Wahl. Kivio eignet sich für diese Aufgabe nur bedingt.
Eine kurze Einführung in die Arbeit mit dem jeweiligen Programm ist nötig.
Die grundlegenden graphischen Elemente (Standardformen, Symbolformen, Blockpfeile, Flussdiagramme usw.) sollten vorgestellt und die Einbindung und Verwendung von Bildern und Graphiken, speziell auch von Cliparts (z. B. opencliparts.org) sollte erläutert werden.
(1) Schaubilder werden präsentiert und hinsichtlich ihrer Zielfunktionalität kritisch hinterfragt.
Schaubilder werden anschließend von den Teilnehmern selbst erstellt, hierbei wird gegebenes Material (z. B. Infotexte) adäquat visualisiert. In einem ersten Schritt müssen die Teilnehmer die im Text präsentierten Zusammenhänge oder Prozesse erfassen und dann in einem zweiten Schritt mittels graphischer Gestaltungsmittel adäquat visualisieren.
(2)Die Schaubilder werden unter Berücksichtigung kognitionswissenschaftlicher Erkenntnisse (siehe KoKo-BuPS) überarbeitet und so aufgewertet.
Die Einsatzmöglichkeiten im Unterricht werden diskutiert (Farbfolien usw.), wobei Vor- und Nachteile der jeweiligen Lösung zur Sprache kommen.
Alternativen Es gibt Berührungspunkte mit den Projekten "MindMapping" und "Präsentieren, visualiesieren, vorzeigen". Das Projekt kann Material entwickeln, dass anschließend bei der Erstellung eines Arbeitsblattes mit OpenOffice Verwendung findet.
Hinweise Zeitbedarf je Projekt etwa 2 Stunden.
Zielgruppen: Projekt zielt sowohl auf das Training der Auszubildenden ab, als auch auf die schulische Praxis. Die im Projekt erworbenen Kompetenzen können unmittelbar im Schulalltag verwandt werden und zwar sowohl in der Unterrichtsvorbereitung durch den Lehrer, als auch unterrichtspraktisch (Tafelbild, Erweiterung des graphischen Ausdrucksvermögens) eingesetzt werden.
Didaktischer Mehrwert Das Visualisieren von Prozessen und, oder Zusammenhängen ließe sich auch mit einfachen Stift-Zeichnungen oder durch ein Tafelbild realisieren.
Durch den Einsatz der IT können die Visualisierungen nun je nach Bedarf gespeichert, später verändert oder ergänzt werden. Sie können nun über unterschiedliche Medien in den Klassenraum gebracht werden, z. B. auf einer Folie gedruckt oder mittels Beamer projiziert. Unterschiedliche Einsatzszenarien (Einstieg, Ergebnissicherung usw.) sind denkbar.
Die Visualisierungen können jederzeit wiederverwendet und je nach Bedarf an die konkrete Unterrichtssituation bzw. Lerngruppe angepasst werden.
Der Mehrwert lässt sich durch die Orientierung an kognitionswissenschaftlichen Erkenntnissen/Theorien vergrößern. Die Möglichkeit, Schaubilder überarbeiten zu können, ist hierbei zwingend erforderlich.
Evaluation Wer hat organisiert / durchgeführt / moderiert / geleitet?
Wie selbstständig konnten / mussten / durften die Teilnehmer sein?
Welche Unterstützung haben die Teilnehmer  durch Andere / durch die Organisation / die Leitung erfahren? War das zu viel / zu wenig / genau richtig?
Sind Ergebnisse / Prozesse auf andere Fächer / Fachbereiche im Seminar / zwischen den Seminaren übertragbar?
Wo könnten Ergebnisse als Prozess / als Ergebnis / als Anregung im Schulalltag auftauchen?
Weitere Links /Arbeitsanregungen Unter http://www.opencliparts.org sind viele freie Cliparts erhältlich.

Gertrud Kemper: Entwicklung kognitionspsychologisch konzipierter Bild-unterstützter Präsentationssequenzen (KoKo-BuPS). Anwendung kognitionspsychologischer Prinzipien auf Präsentationen zur Wissenskommunikation. Köln 2005. (Auf dem KUPS-Server der Uni Köln als PDF verfügbar)
Copyright: Copyright © 2008-2009, Michael Reschke, License: CC-by-SA 3.0)