Willkommen
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Willkommen beim Projekt
"Seminarix"
Auf
den folgenden Seiten finden Sie ein Informationssystem, das
als
Vertiefung und Begleitung des Projektes "Seminarix - die Live-CD für die Lehrerausbildung" gedacht
ist.
Hintergrund
des Projekts ist folgender:
Die Diskussion um "geschlossene" und "offene"
Software, kurz, die open source Bewegung ist im Kontext der
Auseinandersetzung um medienkritische Ausbildung inzwischen
auch in
Lehrerausbildungseinrichtungen
angekommen. Dies hat zum einen ökonomische Gründe
(Monopole
zu finanzieren, ist und bleibt nun einmal teuer!), zum anderen
verspricht die Auseinandersetzung um geschlossene bzw. offene
Standards eine dringend notwendige politische
Diskussion über Software und
deren Verfügbarkeit.
Das Projekt
Seminarix:
Entstanden
ist die Idee, als es unter dem Betriebssystem Linux immer mehr und
immer wirkungsvollere
Live-Evaluation-CDs gab, die auf immer mehr und auch sehr
unterschiedlichen Rechnern einen ersten Blick
auf das offene und sehr transparent konfigurierbare Betriebssystem
Linux (in seinen mannigfachen
Erscheinungsformen) erlaubten.
Ein Mangel, der schnell
offenkundig wurde, bestand darin, dass (nicht nur) Software, die
für die
Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern von
Bedeutung war, erst mühselig nachinstalliert werden musste.
Und, das muss an dieser Stelle auch ehrlich zugegeben werden,
dies war bei manchen Distributionen bis vor einiger Zeit kein
Unterfangen, das Neulinge "mal eben so" unternehmen konnten
(noch sollten).
Und hier setzte die Idee an. Weshalb nicht zur Demonstration der
Möglichkeiten eines quelloffenen Systems eine Live-CD
erstellen, auf
der so viel Software für den Ausbildungsbereich enthalten sein
sollte wie nur irgend möglich.
Die Basis sollte die Distribution Debian sein, weil sie zum einen sehr
problemlos aktuell gehalten werden kann und weil sie eine sehr
intelligente Routine für die Installation neuer und
Deinstallation
nicht mehr gebrauchter Software enthält. In der Feinabstimmung
fiel die Wahl dann auf sehr aufgeräumt wirkende Kubuntu. Auch
dies hatte seinen Grund. Kubuntu ist die
KDE-Variante von Ubuntu, einem südafrikanischen
Linux-Projekt.
Dahinter steht die Shuttleworth Stiftung aus
Südafrika und
gemeinsam
mit dieser Stiftung hat die Ubuntu-Gemeinschaft einige
Grundsätze
formuliert. Dort stehen dann Sätze wie:
- Jeder hat das Recht, alle Computerprogramme seiner
Wahl
uneingeschränkt kostenlos zu nutzen.
- Jeder
hat das Recht, alle Programme seiner Wahl beliebig oft zu kopieren und
an jeden weiterzugeben, ohne etwas dafür bezahlen zu
müssen.
- Jeder hat das Recht, Programme seinen
Bedürfnissen und
Wünschen
anzupassen und zu verändern und darf durch nichts daran
gehindert
werden.
- Alle fühlen sich verpflichtet, ihre
Erfahrungen, ihr Wissen,
ihre
Fragen, Probleme und Lösungen mit allen zu teilen und so eine
Gemeinschaft aus Hilfsbereitschaft zu bilden.
- Ubuntu
soll in möglichst alle Sprachen der Welt übersetzt
werden,
damit jeder es in seiner Muttersprache benutzen kann.
Soweit die Philosophie von Ubuntu. Es ist nachvollziehbar, dass
Entwicklung und Umsetzung, Sammlung und Prüfung der Software
sowie deren Einbau (weitgehend auch in deutscher Sprache) nicht so
einfach ist wie sich das hier so liest. Es hat immerhin fast ein Jahr
Zeit gekostet, von der Idee zur fertigen CD zu gelangen. Nun ist es
also geschafft.
Begleitinformationen
Das hier
vorfindliche Informationssystem soll darüber in
Kenntnis setzen, welche Software auf der Live-CD "Seminarix" enthalten
ist, die
Bezugsquellen (für Software, Dokumentation und weitere
Informationen, mitunter auch Wikis) werden ebenso
genannt werden, wie Hinweise zum Umgang mit der jeweiligen
Software.
Sollten wir Tipps und Anregungen zu bestimmten
Programmen erhalten, die von allgemeinem Interesse sind, werden sie hier auffindbar sein.
Ein weiteres: Zur Idee der
freien Software gehört auch zwingend, dass neben
dem Quellcode, aus denen die Anwendungen bestehen, auch die
Dokumentation auf dem Medium vorhanden sind, von dem aus das System
installiert wird. Das war auf dieser CD aus
Platzgründen nicht möglich. Es
hätte dazu
geführt, dass viele Anwendungen keinen Platz mehr gefunden
hätten. Deshalb finden Sie die Dokumentationen, soweit sie
nicht
hier auf der CD unter /usr/share/docs vorhanden sind, hier unter http://www.seminarix.org/docs abrufbar. Die
Quellcodes der einzelnen Anwendungen finden Sie außerdem jeweils in der
rechten Spalte unter der dort angegebenen URL.
Unterstützung
finden Sie bei diesem Projekt
in
mannigfacher Hinsicht. Zum einen hoffen wir, dass Sie bereits der CD und natürlich auch dieser Projektseite viele
und fundierte Anregungen und Orientierungen
entnehmen können.
Zum zweiten gibt es viele
Handbücher,
Kurzanleitungen und Online-Hilfen im Internet. Nicht nur aus
Platzgründen haben wir darauf verzichtet, alle diese Hilfen
mit
auf diese CD zu packen. Bei einer CD kann man nicht anbauen. Sie finden
diese Hilfen jeweils unter dem angegebenen Link - und manchmal
müssen Sie dafür auch Englisch lesen und verstehen
können.
Ein
weiterer Hinweis: Wenn Sie Ergebnisse Ihres Tuns in einer wohl
digitalen, aber
langlebigeren Form abspeichern wollen, dann müssen Sie das bei
einem
Livesystem natürlich auf einem portablen Speicher (etwa USB)
tun.
Sie finden diese Medien
nach dem jeweiligen Erkennungsprozess im Verzeichnisbaum unter /media. Denken Sie daran: Alles, was bei einer Live-CD im RAM gespeichert wurde, ist nach dem
Abschalten des Rechners unwiederbringlich weg!
Und: Nicht vergessen: Der Doppelklick ist eigentlich einer zuviel.
Anwendungen unter Linux starten Sie mit einem einfachen Klick.
Finale Worte
Möge
die CD und das zugehörige Informationsangebot dazu beitragen,
dass
die
Überlegungen und Überzeugungen, die hinter der freien
Software und den offenen Standards steht, in einer noch breiteren und
interessierten Öffentlichkeit bekannt und diskutiert
werden
können.
Aus unserer Sicht gehört zu einer kritischen
Auseinandersetzung
mit den (auch digitalen) Medien eine kritische Diskussion um Monopole
und
auch die Frage, ob Betriebssysteme und Software unter der Fragestellung
diskutiert werden müssen, ob sie in den Bereich der Waren oder
öffentlich verfügbarer Güter
gehören.
Damit
steht dieses Projekt auch in Verbindung mit anderen Projekten, die sich
dem Ziel verschrieben haben, eine funktionsfähige Alternative
in
die Ausbildung zu tragen.
Direkt zum Ubuntu-Projekt gehörig: Edubuntu- die
Ubuntu-Variante
für Bildung und Erziehung.
Eine Kooperation mit dem nächsten,
hier vorgestellten Projekt ist verabredet.
Das
ist das Projekt " Skolelinux",
bei dem es darum geht, eine debian-basierte fertige
Linuxlösung in
die Schulen zu bringen, die mit wenig Administrationsaufwand gut
funktionierende
Linuxrechner in den Schulen für die tägliche Arbeit
zur
Verfügung stellen kann. An ihr (wie an allen
Linuxprojekten) arbeitet eine große Entwickler"familie"
ehrenamtlich (Mitarbeitende ausdrücklich erwünscht
und
herzlich willkommen) zum Nutzen von Schülern und Lehrern.
Das dritte Projekt, das es hier ausdrücklich zu
erwähnen
gilt ist, ist das Projekt "KDE-EDU",
das sich, wie der Name bereits vermuten läßt, darum
bemüht, Software zum Bereich Erziehung (EDU) unter dem Desktop
KDE
(dem hier in Deutschland am weitesten verbreiteten
Linux-Desktop) zur Verfügung
zu stellen. Aus diesem Projekt gibt es bereits zahlreiche Anwendungen,
die sich für Schule und Ausbildung eignen. Sie erkennen diese
Projekte in der Regel am vorangestellten K. Viele von ihnen finden Sie
auch auf der Projekt-CD.
Das vierte und jüngste Projekt ist das
Projekt Xplora,
ein ebenfalls debianbasiertes Projekt (auf der Basis einer
Knoppix-DVD), das naturwissenschaftlichen Lehrern ebenfalls eine
Linux-Arbeitsumgebung zur Verfügung stellt.
Dank
an
Stellvertretend für manch andere:
- die Unternehmen Hewlett
Packard und Intel
für die finanzielle Unterstützung bei der
Verwirklichung der Live-CD,
- der Stiftung Partner
für Schule, die dieses
Projekt als Partnerprojekt für die Arbeit in den Schulen
tatkräftig unterstützte,
- der Firma G-N-U,
die das nötige Wissen in das Projekt einbrachte und die
Live-CD entwickelte,
- der Medienberatung
NW, die sich inhaltlich an die Beurteilung
mathematischer Anwendungen machte und die dort vorfindlichen
"Dreizeiler" formulierte,
- der Firma Turck, die auf dem Firmenserver
diese Seite http://www.seminarix.org hostet
- und
nicht zuletzt meinen Kolleginnen und Kollegen am Studienseminar
Neuss,
die inhaltlich mit einigen "Dreizeilern" (den Kurzbeschreibungen der
Anwendungen) geholfen haben und die manche
meiner Höhenflüge mit ihren kritischen Bemerkungen
erdeten.
Wolf-Dieter Zimmermann, im März 2007
Sollten Sie sich mit Verantwortlichen für dieses
Projekt in
Verbindung setzen wollen,
schreiben Sie bitte eine Email
an info@seminarix.org
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